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[QUELLE: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Telematik-fuers-Gesundheitswesen-Konnektoren-Vielfalt-in-Sicht-4026933.html ]

Detlef Borchers

ConHIT 2018: Konnektoren-Vielfalt in Sicht

Server fürs Krankenhaus: Die Kocoboxen (Bild: Detlef Borchers/heise online)

Zum Anschluss von Arztpraxen und Krankenhäusern an die telematische Infrastruktur des Gesundheitswesens müssen BSI-zertifizierte VPN-Router angeschafft werden. Alternativ kann ein Zugangsservice angemietet werden.

Bislang gibt es mit der Kocobox Med Plus nur einen zugelassenen Konnektor, den Ärzte, Zahnärzte und Krankenhäuser kaufen können, um den vorgeschriebenen Anschluss an die Telematik durchführen zu lassen. Das soll sich bald ändern: Auf der ConHIT stellt die deutsche Telekom ihr „Medical Access Port Bundle“ vor. Im Paket dabei ist der Telekom-Konnektor, der in wenigen Wochen die Zulassung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erhalten wird. Nach Darstellung der Telekom ist sie auf der „Zielgeraden“: Seit 11. April ist die Tochter T-Systems zugelassener Anbieter für die Installation des VPN-Zugangsdienstes.

Ein Medical Access Port Bundle besteht nach Angaben der Telekom aus dem Konnektor, einem stationären Kartenterminal, der Installation und Konfiguration der Geräte vor Ort durch Telekom-Techniker sowie einer Einweisung des Praxis-Personals. Im Paketpreis von 3207,20 Euro ist die Anlieferung der Hardware über eine „sichere Lieferkette“ inbegriffen. Zum Basis-Preis kommt die monatliche Wartungs-, Update- und Zugangsgebühr von 82,67 Euro hinzu, außerdem fallen zusätzliche Kosten für den Praxisausweis (eine SMC-B-Karte zur Authentifizierung der Praxis) und den elektronischen Heilberufsausweis des Arztes an. Ohne diesen Ausweis können keine Arztbriefe signiert und elektronisch verschickt werden. Bei den Kartenlesegeräten können die Ärzte zwischen dem Kartenlesegerät „Orga 6141 online“ von Ingenico und einer Cherry-Tastatur wählen, in die ein Kartenleser eingebaut ist (G87-1505).

 In Kliniken sind andere Produkte gefragt. Nach Berechnungen der Projektgesellschaft Gematik reicht ein Konnektor für jeweils drei Ärzte. Zur ConHIT erteilte die Gematik der Concat AG die Zulassung als VPN-Anbieter. Auf der Messe stellte Concat den ersten Server vor, in dem 16 Kocoboxen installiert sind. Dieser wird im Rechenzentrum eines Krankenhauses installiert. Nach Angaben von Concat können maximal 96 Konnektoren in entsprechende Rack-Systeme zusammen verbaut werden. Da Concat auch Anbieter von Cloud-Diensten ist und eigene Rechenzentren in Deutschland betreibt, zeigte die Firma eine Hosting-Lösung, die im besten Denglish „Praxis as a Server“ heißt.

Sie kann vor allem für kleine Praxen interessant sein, die keine bildgebende Verfahren nutzen. Hier sind die VPN-Konnektoren nicht in der Arztpraxis oder im Krankenhaus installiert, sondern im Rechenzentrum von Concat, das auch die Pflege der Software wie der Patientendaten übernimmt. Der Arzt braucht dann nur ein Kartenlesegerät und einen Windows-Terminalserver, um sich per VPN in seine Praxisverwaltung und dann weiter die telematische Infrastruktur einzuloggen.

Weitere Angebote zur Vernetzung der Ärzteschaft werden folgen. Nach den inoffiziellen Schätzungen eines Gematik-Mitarbeiters könnte der Konnektor von Rise im Juni, der von Secunet im Juli auf der „Zielgeraden“ einbiegen. Bleibt nur noch die Fragen, was mit den Installationsfristen und den Fallpauschalen passiert, die die Ärzte für den Anschluss an die Telematik erhalten. Bekanntlich sollte der Anschluss aller Praxen und Krankenhäuser bis zum 31. Dezember 2018 abgeschlossen sein. (Detlef Borchers)

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