IP-Adressen: Letzter IPv4-Block Europas geht zur Neige

19.04.2018 | Aktuelles, Computer

[Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/IP-Adressen-Letzter-IPv4-Block-Europas-geht-zur-Neige-4027380.html ]

Daniel AJ Sokolov
Screenshot von Netzwerk-Einstellungen

Europa hat kaum noch freie IPv4-Adressen. Der letzte europäische /8-Block ist zu 99,8% verteilt. Anderswo sieht es nicht besser aus; lediglich in Afrika gibt es noch einen kleinen Vorrat.

Europa gehen die IPv4-Adressen aus. Der letzte Europa zugeteilte Block von 16,7 Millionen IPv4-Adressen ist praktisch weg. Mit Stand vom Dienstag sind davon nur noch rund 40.000 Adressen oder etwa zwei Promille des 185/8-Blocks verfügbar. Das geht aus einer am Donnerstag von der europäischen IP-Adressverwaltung Réseaux IP Européens (RIPE) veröffentlichten Statistik hervor. Der Gesamtbestand nicht zugeteilter europäischer IPv4-Adressen liegt erstmals unter zehn Millionen.

 Von der globalen IP-Adressverwaltung IANA wird es keinen namhaften Nachschub geben. Sie hat bereits 2011 die letzten /8-Adresssblöcke (Legacy-„Class-A“-Netze) den regionalen Adressverwaltungen übertragen. RIPE erhielt damals den mit 185 beginnenden Block. Seither kommen von der IANA nur noch homöopathische Dosen aus zurückgeholten Beständen. Im letzten Halbjahr erhielt RIPE von der IANA gerade einmal 2040 IPv4-Adressen, die auf sieben verschiedene Bereiche verstreut sind. Um solche „Einzelstücke“ reißen sich die Provider traditionell nicht, weil ihre Nutzung ineffizient ist.

Durch eine sehr restriktive Vergabepolitik versucht RIPE, Zeit zu gewinnen. Der 185/8-Block wurde seit September 2012 in winzigen Häppchen von jeweils 1024 Adressen an europäische Provider verteilt. Providerunabhängige Zuteilungen gibt es seither nicht mehr. Nun ist auch die 185/8-Suppe gegessen. RIPE bleibt die Resteverwertung.

Balkendiagram

Die jüngste RIPE-Statistik über verfügbare IPv4-Adressen. Der verschwundene dunkle Bereich ist der 185/8-Block, der als 2011 als letzter an Europa vergeben wurde. (Bild:  RIPE)

Manchmal gelingt es der Organisation, IPv4-Adressen zurückzuholen, etwa wenn ein ISP zusperrt, oder im unwahrscheinlichen Fall, dass ein anderer Adresseinhaber Adressen zurückgibt. Zurückgeholte Adressen landen zunächst in Quarantäne. Nach einiger Zeit kann RIPE diese Adressen wieder anderen ISP zuteilen. In diesem Topf waren am Dienstag aber auch nur noch etwa 9,1 Millionen IPv4-Adressen zur Verfügung.

In Quarantäne waren zuletzt 820.000 Adressen, die aber zum weitaus überwiegenden Teil für Sonderzwecke reserviert sind. Selbst diesen Bestand eingerechnet ergibt das weniger als zehn Millionen nicht zugeteilte IPv4-Adressen. Das ist ein historischer Tiefstand.

Bei den anderen regionalen Adressverwaltungen sieht es nicht besser aus: Die American Registry for Internet Numbers (ARIN) hat eine Warteliste mit knapp 200 Einträgen, beim Asia-Pacific Network Information Centre (APNIC) sind es sogar an die 500. Vom Latin America and Caribbean Network Information Centre (LACNIC) liegt keine aktuelle Verfügbarkeitsstatistik vor; dort wurde bereits im Februar 2017 die höchste „Dürrewarnstufe“ ausgerufen. Lediglich AFRINIC hat noch gut zwölf Millionen IPv4-Adressen zur Verfügung.

Es gibt einen Ausweg: IPv6.

Candis: Die digitale Rechnungserfassung und Freigabe für Unternehmen

Candis revolutioniert die Buchhaltung für Unternehmen. Mit der digitalen Rechnungsfreigabe, OCR-Erkennung und automatischem Import wird die Buchhaltung einfach, schlank und effektiv. Netzleiter, Ihr Experte für Digitalisierung, unterstützt Sie bei der Umsetzung.

iPhone fragt nach 6-stelligen Kennwort, den ich nie eingestellt habe? So geht’s

Ihr iPhone fragt nach 6-stelligen Kennwort? Diesen Passcode haben Sie nie eingestellt ? Geraten Sie nicht in Panik! Ihr iPhone hat den Code einfach um die letzte Ziffer um zwei Ziffer verlängert.

Qualifizierte elektronische Signatur (QES): Ihr Einstieg in die digitale Signatur

Die qualifizierte elektronische Signatur ist in der EU-Verordnung eIDAS beschrieben. Wir beraten Sie gerne zu diesem Thema. Nutzen Sie auch die Möglichkeit einer staatlichen Förderung um die digitalen Signaturen in Unternehmen einzuführen.

Passwörter der Zukunft

Ein Passwortmanager ist ein Tool, das es ermöglicht, alle Passwörter sicher an einem Ort zu speichern und mit einem Master-Passwort auf sie zuzugreifen. Apple, Microsoft und Google haben neue Standards für Passwörter eingeführt, um die Sicherheit zu verbessern, wie Face ID, Touch ID, „passwordless phone sign-in“ und Google-Kontoschlüssel. Der FIDO Standard soll die Passwortverwendung reduzieren, indem biometrische Authentifizierung und sichere Hardware-Tokens verwendet werden.

Künstliche Intelligenz nutzen mit OpenAI

Künstliche Intelligenz (KI) kann schnell und präzise Entscheidungen treffen, menschliche Fehler minimieren und Prozesse automatisieren, was Zeit und Ressourcen sparen kann. KI kann auch in komplexen Bereichen wie der Diagnose von Krankheiten oder der Vorhersage von Naturkatastrophen nützlich sein.

Windows 10 erhält größtes und letztes Update – Windows 10 22H2

Wichtige Info: Microsoft unterstützt Windows 10 nur noch bis Oktober 2025

Einrichtung von Zimmer Diagnostik Suite

Wir unterstützen Sie bei der Einrichtung der Zimmer Diagnostik-Suite und bei IT-Themen rund um Ihre Praxis.

Microsoft Teams: Spielefunktion während Meetings seit November 2022 verfügbar

Mit „Teams for Work“ können sich Mitarbeiter jetzt während der Arbeitszeitspielerisch in Kontakt treten. Nicht nur der Spaß-Faktor steht an vorderster Stelle, sondern soll auch mit der neuen Teams-App die Gruppendynamik und das Vertrauen unter den Arbeitskollegen gestärkt werden.

Software für Ärzte: DATA-AL – Ihre Praxisverwaltungssoftware für 2023

Software für Ärzte gesucht? Data-AL ist eine leicht zu bedienende und im höchsten Maße praxisorientierte Software, die Ärzten mehr Sicherheit, weniger Papier und vor allem eine effizientere Organisation bringt. Die Data-AL Lösung ist auch für Gemeinschaftspraxen und Betriebsärzten geeignet.

Die DSGVO und ihre Auswirkungen auf den Datenschutz in Unternehmen

Die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) und die GDPR (General Data Protection Regulation) sind wichtige EU-Verordnungen, die den Schutz personenbezogener Daten von EU-Bürgern sicherstellen.