QuickTime: US-Regierung empfiehlt Löschen des Apple VideoPlayers

15.04.2016 | Computer, Windows

Apple-Videoplayer: US-Regierung empfiehlt Löschen von QuickTime

Von Jörg Breithut

(Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/apps/quicktime-us-regierung-empfiehlt-loeschen-des-apple-videoplayers-a-1087442.html)

Die US-Regierung rät Windows-Nutzern dringend, die Multimedia-Software QuickTime zu deinstallieren. Da Apple die Software bald wohl nicht mehr mit Updates versorgt, sei das Sicherheitsrisiko zu groß, sagen Experten.

alte Schreibmaschine mit eingeschalteter Lampe, turned-on desk lamp near calculator

Die Multimedia-Software QuickTime sollte nicht mehr auf Windows-Computern benutzt werden. Das raten Software-Experten und US-Behörden. Am Donnerstag veröffentlichte das amerikanische Innenministerium die Empfehlung, Apples Multimedia-Software solle auf Windows-Rechnern möglichst zeitnah deinstalliert werden. Die Cybersicherheits-Abteilung des Ministeriums teilte mit, dass Angreifer die Kontrolle über infizierte Rechner übernehmen könnten, wenn sie eine Sicherheitslücke der Software ausnutzen.

In der Mitteilung heißt es, QuickTime erhöhe die Gefahr, sich Viren einzufangen oder anderen Sicherheitsrisiken auszusetzen. Am Ende könne man so seine elektronisch gespeicherten Daten verlieren. „Die einzige Möglichkeit, dieses Risiko zu reduzieren, ist die Deinstallation von QuickTime für Windows“, heißt es in der Warnung.

Das Innenministerium bezieht sich auf die Erkenntnisse des japanischen Unternehmens Trend Micro, das sich auf Virenschutz und Netzwerksicherheit spezialisiert hat. Die Experten der Firma hatten in einem Blogbeitrag dazu aufgerufen, schnell zu handeln: „Wir raten ausdrücklich dazu, dass jeder die Apple-Anleitung befolgen und QuickTime für Windows deinstallieren sollte.“

Als Grund für diesen Ratschlag wird angeführt, dass Apple seine Software künftig offenbar nur noch auf MacOS-Rechnern auf dem aktuellen Stand halten will, während Windows-Nutzer nicht mehr mit Sicherheits-Updates versorgt werden. Das jedenfalls schreibt Trend Micro. Auf eine Anfrage von SPIEGEL ONLINE, ob Apple den QuickTime-Support für Windows bereits eingestellt habe, hat der Konzern am Freitagvormittag nicht reagiert.

Ein weiteres Browser-Plug-In stirbt aus

Nach eigenen Angaben haben die Trend-Micro-Sicherheitsexperten zwei neue Sicherheitslücken bei QuickTime für Windows entdeckt. Angreifer können demnach über Schwachstellen im Code der Software aus der Ferne ein beliebiges Programm auf den Rechnern der Opfer ausführen und den PC kapern. Voraussetzung ist, dass die Nutzer zuvor eine infizierte Datei geöffnet oder eine Website mit Schadcode besucht haben.

Der Angriff selbst ist dann kaum noch zu erkennen: Laut Trend Micro können die Täter Installationsfenster im Namen von QuickTime auf dem Bildschirm erscheinen lassen.

Die QuickTime-Software kennen viele Nutzer vor allem aufgrund des QuickTime Players, mit dem Filme und Musikdateien auf dem Rechner abgespielt werden können. Viele Jahre lang ließen sich Videodateien mit den Endungen .mov und .qt, die nach Apple-Standards kodiert waren, nur mit dem QuickTime Player öffnen. Mittlerweile spielt auch die Konkurrenz diese Dateien ab.

Bei Versionen vor Windows 7 war QuickTime außerdem nötig, um sich Songs und Filme bei der Apple-Multimediaplattform iTunes zu kaufen. Seit Version 7 läuft iTunes auch ohne QuickTime auf Windows-Rechnern.

Mit dem QuickTime Browser-Plug-In für Windows stirbt nun wohl eine weitere Video-Software aus, mit der man Filme im Netz anschauen konnte. Selbst Apple spricht beim QuickTime-Plug-In mittlerweile von einer veralteten Software, die in aktuellen Betriebssystemen und Browsern nicht mehr aktiviert wird.

Die Apple-Software erwartet somit ein ähnliches Schicksal wie die langjährigen Multimedia-Platzhirsche Silverlight von Microsoft, dieOracle-Software Java und der Flash-Player von Adobe. Alle diese in die Jahre gekommenen Plug-Ins sind von modernen Standards wie HTML5 verdrängt worden. Mittlerweile benötigen die Browser keine zusätzliche Software mehr, um Filme im Netz abzuspielen – und damit verringert sich auch das Risiko, sich Schadsoftware einzufangen.


So entfernen Sie QuickTime von Ihrem Windows-Rechner:

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Apple empfiehlt auf seiner Website, die QuickTime-Software ganz klassisch nach Anleitung von Microsoft zu deinstallieren. Wer einen Registrierungsschlüssel für QuickTime verwendet, der sollte sich aber zunächst diesen Freischaltcode speichern. Der Schlüssel wird angezeigt, wenn man in den Einstellungen des QuickTime-Players unter dem Reiter „Bearbeiten“ auf „Registrieren“ klickt.

Um die Software auf Rechnern mit Betriebssystemen bis Windows 7 zu löschen, öffnen Sie zunächst die Liste mit den installierten Programmen. Dazu drücken Sie den „Start“-Knopf in der Statusleiste. Daraufhin öffnen Sie die Schaltfläche „Systemsteuerung“, klicken dann auf „Programme“ und schließlich auf „Programme und Funktionen“. In dieser Liste finden Sie das Programm QuickTime, wenn die Software installiert ist. Dann müssen Sie nur noch auf „Deinstallieren“ klicken.

Sollten Sie Schwierigkeiten haben bei der Deinstallation, dann rufen Sie bei uns Netzleiter an unter 040 25 499 500.

 

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