· Mehdi Aroui · cybersecurity  · 2 min read

BSI warnt vor Kaspersky: Was Unternehmen jetzt tun müssen

Das BSI hat im März 2022 als einzige EU-Behörde öffentlich vor Kaspersky-Antivirussoftware gewarnt. Die Warnung gilt heute noch. Wer ESET als Alternative sucht: Netzleiter ist zertifizierter ESET-Partner.

Das BSI hat im März 2022 als einzige EU-Behörde öffentlich vor Kaspersky-Antivirussoftware gewarnt. Die Warnung gilt heute noch. Wer ESET als Alternative sucht: Netzleiter ist zertifizierter ESET-Partner.

BSI-Warnung: Hintergrund und aktueller Stand

Am 15. März 2022 gab das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine öffentliche Warnung vor Kaspersky-Antivirussoftware heraus. Es ist bis heute die einzige vom BSI ausgesprochene Produktwarnung dieser Art. In Hamburger KMU beobachten wir besonders unter mittelständischen Betrieben noch immer Kaspersky-Installationen, die migrationsbedürftig sind.

Die Begründung: Antivirenlösungen benötigen umfangreiche Systemberechtigungen und dauerhafte Verbindungen zu Herstellerservern. Bei begründeten Zweifeln an der Zuverlässigkeit eines Anbieters entsteht damit ein strukturelles Risiko für die gesamte IT-Infrastruktur. Das BSI verwies auf geopolitische Risiken durch russische Stellen sowie auf Drohungen gegen EU, NATO und Deutschland.

Stand 2025: Das BSI hält die Warnung aufrecht. Die Risikobewertung hat sich laut Behörde nicht verändert. Kaspersky fordert die Rücknahme auf dem Verwaltungsrechtsweg, ein konkretes Verbotsverfahren ist in Deutschland nicht anhängig. Die USA haben Kaspersky 2024 auf die Entity List gesetzt und den Vertrieb verboten.

Was die Warnung konkret bedeutet

Die Warnung betrifft ausschließlich die Antivirussoftware von Kaspersky, nicht andere Produkte des Unternehmens. Das BSI empfiehlt:

  • Austausch durch zertifizierte Alternativprodukte sorgfältig planen
  • Keine abrupte Deaktivierung ohne Nachfolgelösung
  • Systemverantwortliche einbinden, Ausfallzeiten minimieren

Für Unternehmen im KRITIS-Bereich und im medizinischen Umfeld gilt die Empfehlung mit besonderem Nachdruck, da dort Versorgungs- und Datenschutzpflichten direkt berührt sind.

ESET als empfohlene Alternative

Netzleiter ist zertifizierter ESET-Partner. ESET ist ein europäisches Sicherheitsunternehmen aus der Slowakei mit Rechenzentren in der EU. ESET PROTECT bietet zentrale Verwaltung, Ransomware-Schutz, Endpunkt-Verschlüsselung und DSGVO-konformes Reporting aus einer Oberfläche.

Typische Migrationsschritte beim Wechsel von Kaspersky auf ESET PROTECT:

  1. Bestandsaufnahme aller Kaspersky-Installationen (Server, Clients, mobile Endgeräte)
  2. ESET PROTECT Console aufsetzen und Lizenzen zuweisen
  3. Kaspersky im Silent Mode deinstallieren, ESET remote ausrollen
  4. Erstkontrolle: Scan-Status und Update-Stand in der Konsole prüfen
  5. Kaspersky-Serverkomponenten nach Schonfrist entfernen

Der Wechsel lässt sich im laufenden Betrieb durchführen. Bei einem Managed-Service-Paket von Netzleiter ist die Migrationsbegleitung inklusive.

Warum ein Wechsel sorgfältig geplant gehört

Antivirussoftware ist kein Plug-and-play-Produkt. Sie greift tief in Betriebssystemfunktionen ein. Ein unkoordinierter Austausch kann Schutzlücken erzeugen oder laufende Prozesse unterbrechen. Wer Kaspersky in einer Server-Umgebung oder auf medizinischen Arbeitsstationen betreibt, plant den Wechsel mit einem Testsystem vor.

Netzleiter unterstützt bei Migrationsplanung, Rollout und laufendem Monitoring. Hotline: 040 25 499 500.

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