· Mehdi Aroui · microsoft-365-cloud · 2 min read
Outlook 2016 und Microsoft 365: Was Sie jetzt wissen müssen
Outlook 2016 ist seit 2021 inkompatibel zu Microsoft 365. 2026 endet auch der Support für das klassische Outlook. Was das bedeutet und welche Optionen Unternehmen haben.

Outlook 2016 und Microsoft 365: Stand 2025/2026
Microsoft hat Outlook 2016 und ältere Office-Versionen bereits 2021 vom Microsoft 365-Dienst abgekoppelt. Wer damals nicht gewechselt hat, kann E-Mails über den Exchange Online-Dienst nicht mehr zuverlässig abrufen.
Das war der erste Schnitt. Der nächste kommt: Das klassische Outlook-Desktopprogramm, auch bekannt als “Outlook für Windows (alt)” oder die Office-gebundene Version, steht vor einer grundlegenden Ablösung durch das neue Outlook.
Was damals passiert ist (Rückblick 2021)
Ab dem 1. November 2021 stellte Microsoft den Verbindungsaufbau über ältere Protokollversionen zu Exchange Online ein.
Betroffene Versionen:
- Office 2013: Version 15.0.4970.9999 und älter
- Office 2016: Version 16.0.4599.9999 und älter
- Microsoft 365 Apps: Version 1705 und älter
Wer noch auf diesen Versionen arbeitet, kann Exchange Online nicht nutzen. E-Mails kommen nicht an oder werden nicht gesendet.
Was sich 2025/2026 ändert: Das neue Outlook
Microsoft hat begonnen, das klassische Outlook durch das neue Outlook für Windows zu ersetzen. Das neue Outlook basiert auf der Webversion und ist bereits in Windows 11 vorinstalliert.
Roadmap-Stand (Vertrauensstufe mittel, da Microsoft die Zeitplanung wiederholt angepasst hat):
- Das neue Outlook ist ab 2024 in allen M365-Abonnements verfügbar
- Klassisches Outlook (Desktopversion aus Office 2019/LTSC 2021) erhält voraussichtlich bis 2026 aktiven Support
- Ein erzwungener Wechsel auf das neue Outlook ist von Microsoft angekündigt, genaue Zeitpunkte wurden mehrfach verschoben
Hinweis: Die Zeitplanung von Microsoft für die neue Outlook-Einführung hat sich mehrfach geändert. Den aktuellen Stand unter https://aka.ms/newOutlookTimeline prüfen oder Netzleiter fragen.
Unterschiede: Klassisches vs. neues Outlook
| Merkmal | Klassisches Outlook | Neues Outlook |
|---|---|---|
| Architektur | Desktopanwendung | Web-basiert (PWA) |
| Offline-Fähigkeit | Vollständig | Eingeschränkt |
| COM-Add-ins | Ja | Nein (nur Web-Add-ins) |
| PST-Dateien | Ja | Nein |
| Freigegebene Postfächer | Vollständig | Eingeschränkt |
| Signatur-Verwaltung | Lokal | Cloud-basiert |
Was das für Unternehmen bedeutet
COM-Add-ins fallen weg
Viele Unternehmen nutzen COM-Add-ins für DATEV, Lexware, CRM-Systeme oder digitale Signaturlösungen. Diese funktionieren im neuen Outlook nicht. Vor einem Wechsel prüfen, ob Web-Add-in-Alternativen existieren.
PST-Dateien
Lokale Archivdateien im PST-Format werden im neuen Outlook nicht unterstützt. E-Mail-Archive müssen vorher migriert werden, entweder in Exchange Online-Archive oder in ein separates Archivsystem.
Piloten vor breitem Rollout
Einen Testnutzer auf das neue Outlook umstellen, alle Arbeitsprozesse durchlaufen und Add-in-Kompatibilität prüfen, bevor das Team umgestellt wird.
Empfehlung
Für Unternehmen, die noch auf Office 2016 oder älter arbeiten, ist ein Wechsel auf ein M365-Abonnement der sauberste Weg. Das schließt aktuelle Outlook-Versionen ein und sichert Exchange-Online-Konnektivität.
Für Unternehmen, die bereits auf M365 sind: Neue Outlook-Piloten starten, Add-in-Abhängigkeiten dokumentieren und einen Migrationspfad planen, bevor Microsoft den Wechsel erzwingt.
Netzleiter ist Microsoft CSP Partner und unterstützt bei M365-Lizenzierung, Outlook-Migration und Exchange-Online-Konfiguration.
Hotline: 040 25 499 500 | support@netzleiter.com


