· Mehdi Aroui · medical-it  · 2 min read

Ärzte-Software im Überblick: PVS, EHR, Telemedizin

Arztpraxen in Deutschland haben die Wahl zwischen Praxisverwaltungssoftware (PVS), elektronischen Gesundheitsakten, Terminvergabe-Lösungen und Telemedizin-Plattformen. Netzleiter empfiehlt DATA-AL.

Dieser Beitrag wurde mit Blick auf den Stand 2026 überarbeitet. Arztpraxen stehen vor einer breiten Auswahl an Softwarelösungen. Die Kategorien sind unterschiedlich, die Anforderungen je nach Fachrichtung und Praxisgröße ebenfalls. Dieser Überblick beschreibt die wichtigsten Softwaretypen.

Praxisverwaltungssoftware (PVS)

Praxisverwaltungssoftware (PVS, international auch PMS) ist die Kernanwendung jeder Arztpraxis. Sie verwaltet Patientenstammdaten, Termine, Abrechnung nach GOÄ und EBM, Dokumentation und kommuniziert mit der Telematikinfrastruktur.

Bekannte Systeme auf dem deutschen Markt: DATA-AL, TurboMed, Medistar, CGM M1, Albis. Die Systeme unterscheiden sich in Bedienkonzept, Schnittstellenanbindung und TI-Zertifizierung.

Netzleiter empfiehlt DATA-AL für einen reibungslosen Praxisbetrieb und begleitet Installation, Konfiguration und laufenden Support.

Elektronische Gesundheitsakten (EHR)

Elektronische Gesundheitsakten (EHR, kurz für Electronic Health Records) speichern Patientendaten strukturiert und ermöglichen den sicheren Austausch zwischen Einrichtungen über die Telematikinfrastruktur. Die elektronische Gesundheitskarte 2.1 (eGK) ist seit Januar 2015 in Deutschland im Einsatz und enthält Basis-Gesundheitsdaten mit Zugriff für behandelnde Ärzte.

Terminvergabe-Software

Separate Terminvergabesoftware ergänzt die PVS, wenn die Online-Buchung für Patienten priorisiert wird. Typische Funktionen: Online-Buchung über Website oder App, Wartelisten, Erinnerungs-SMS oder -E-Mails, Kalenderintegration und Statistiken zur Auslastungsplanung.

Viele PVS-Systeme bieten diese Funktionen integriert an. Für spezialisierte Lösungen gibt es Marktanbieter wie Doctolib, Samedi oder jameda.

Telemedizin-Lösungen

Videosprechstunden ermöglichen Erstkontakt und Folgeberatung ohne Praxisbesuch. Das ist besonders für Patienten mit eingeschränkter Mobilität, chronischen Erkrankungen oder in ländlichen Regionen relevant. KIM (Kommunikation im Medizinwesen) über die Telematikinfrastruktur ist für bestimmte Anwendungsfälle (eAU, Befundübermittlung) verpflichtend.

Krankenhaus-Informationssysteme (KIS)

Für Krankenhäuser und MVZ mit mehreren Abteilungen sind KIS-Systeme ausgelegt. Sie verbinden Diagnostik, Labordaten, Pflege, Abrechnung und ärztliche Dokumentation in einem zentralen System. Die Anforderungen an IT-Sicherheit und TI-Integration sind hier deutlich höher als in Einzelpraxen.

Beratung durch Netzleiter

Netzleiter begleitet Praxen bei der Auswahl und Implementierung von PVS-Systemen, TI-Anbindung, Telematikinfrastruktur und ergänzenden Softwarelösungen. Direktkontakt: Hotline 040 25 499 500 oder support@netzleiter.com.

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